Mai 2020

Die Corona-Zeit in der WaB Karow

Wir Kinder der WaB Karow sind immer viel unterwegs. Wir gingen nach der Schule in den Hort, trafen uns mit Freunden und nahmen an verschiedenen Angeboten in dem nah gelegenen Jugendclub teil. Als vor Wochen die Schule schlossen, schloss auch der Jungendclub. Dazu kam das Kontaktverbot, dass uns Kindern nicht nur den Kontakt mit unseren Freunden untersagten, sondern auch die Besuche der Eltern ausfallen ließ. Das war eine harte Zeit für alle.

 

Die Erzieher der Gruppe ließen sich viele Möglichkeiten einfallen, diese Zeit für uns Kinder angenehmer zu gestalten. Der Gruppenalltag ist seither nicht mehr derselbe, jedoch ist keine Zeit für Langeweile. Das “homeschooling“ wird jeden Tag durchgeführt. Die Lehrer schicken jede Woche den Wochenplan, sodass wir ca. 3 Stunden Schule pro Tag haben.

 

Karow bietet viele Grünflächen und Seen, sodass man viel in der Natur unternehmen kann. Auch unsere Fahrräder, Roller, Inliner etc. bieten Abwechslung. Ebenso erlaubt die aktuelle Situation, die gemeinsame Zeit anders zu managen. Gemeinsames Kochen und Spieleabende können so viel ausgiebiger stattfinden. Die Erzieher haben auch einige Spielekonsolen mitgebracht, damit sie auch so einige Stunden mit uns gestalten können.

 

Durch die Hunde der Erzieher bekommen wir Kinder viel Bewegung. Austoben, abkühlen im Fluss, gemeinsames spazieren steht an der Tagesordnung. Mit Familie und Freunden kommunizieren wir Kinder gerade per Videochat. Dies ersetzt nicht die Besuchszeiten, jedoch können wir uns so sehen. Gerade an Ostern war es für alle schwer, keinen Kontakt zu den Eltern zu haben. Wir telefonieren regelmäßig über Videochats mit ihnen, jedoch ist das nicht dasselbe.

 

Die Erzieher haben mit den Eltern besprochen, dass die Kinder die Geschenke für ihre Eltern vor die Tür legen. Die Eltern haben diese dann abgeholt und ihre Geschenke für uns Kinder vor die Tür gelegt. Anschließend durften sich die Kinder über unseren Balkon mit den Eltern unterhalten. Da wir ganz oben wohnen, war dies eher ein leichtes brüllen. Das hat allen Kindern sehr gut getan.

 

Am 9. Mai sollte eines unserer Mädchen ihre Jugendweihe haben. Durch das Kontaktverbot war es jedoch nicht möglich, ihr diese zu ermöglichen. Da sie sich seit langem darauf gefreut hat, haben die Erzieher versucht, ihr diesen Tag in dem erlaubten Rahmen zu ermöglichen. Also kamen alle Erzieher in die Gruppe, um ihr mit einer kleinen Feier zu überraschen.

 

Wir schmückten mit den anderen Kindern die Wohnung und jeder hat sich eine Kleinigkeit einfallen lassen, um ihr diesen Tag zu etwas Besonderem zu machen. So hat sie doch eine Jugendweihe mit einem riesigem Buffet, vielen Geschenken und einem Spieleabend bekommen.

 

LG aus der WAB Karow und bleibt gesund.